Erklärt
Rähm
Oberste waagerechte Holzschwelle einer Fachwerkwand, auf der die Dachkonstruktion oder die Balkenlage aufliegt.
Der Rähm, auch Rähmholz genannt, ist das oberste waagerechte Holz einer Fachwerkwand. Er schließt die Wand nach oben ab und nimmt die Sparren des Dachs oder die Deckenbalken auf. Damit verteilt er die Lasten aus dem Dachstuhl auf die Ständer darunter.
Praxisbezug: Am Rähm entstehen Schäden häufig dort, wo Dachwasser über Jahre auf das Holz trifft, etwa bei undichter Dachdeckung oder fehlender Regenrinne. Beim Begutachten lohnt der Blick nach oben vom Dachboden aus. Ein angefaultes Rähm verändert die Standsicherheit der ganzen Wand und muss zügig untersucht werden. Eine Prüfung sollte auch die Verbindung zu den Sparren und zu den Ständern umfassen, damit keine Lücke in der Lastkette übersehen wird.
Siehe auch
- RiegelWaagerechtes Holzbauteil im Fachwerk, das Ständer miteinander verbindet und die Gefache in Felder teilt.
- StänderSenkrechter Holzbalken im Fachwerk, der die Lasten aus Decken und Dach nach unten in Schwelle und Fundament ableitet.
- BalkenlageGesamtheit der nebeneinanderliegenden Deckenbalken einer Geschossdecke, die Lasten aufnehmen und an die Wände weitergeben.