Erklärt
Kapillarfeuchte
Feuchte, die aus dem Erdreich über die feinen Poren im Mauerwerk nach oben steigt und Wände und Schwellen durchnässt.
Kapillarfeuchte entsteht, wenn Wasser aus dem Erdreich über feine Poren im Mauerwerk nach oben wandert. Das Phänomen ähnelt dem Aufsteigen in einem Schwamm und betrifft vor allem Sockel, Schwellen und untere Wandbereiche. Mit der Zeit zeigen sich Salzausblühungen, abblätternder Putz und dunkle Flecken.
Praxisbezug: Kapillarfeuchte wird oft mit Schlagregen oder Kondensat verwechselt. Die Unterscheidung gelingt über den Verlauf der Feuchte, der meist waagerecht und vom Boden aus ansteigt. Die Behandlung setzt an der Ursache an, etwa durch Abdichtung, Drainage oder einen Sanierputz, der die Salze aufnimmt. Oft ist eine Kombination mehrerer Maßnahmen nötig, weil Feuchte im Mauerwerk schnell neue Wege findet, wenn ein Weg blockiert wird.
Siehe auch
- SanierputzSpezialputz mit hoher Porosität, der Salze und Feuchte aufnimmt, damit Mauerwerk trocknen und die Oberfläche intakt bleiben kann.
- TrockenlegungMaßnahmen, die das Eindringen und Aufsteigen von Feuchte in Mauerwerk stoppen, damit Wände und Holzbauteile dauerhaft austrocknen.
- FeuchteschadenSchaden an Bauteilen durch dauerhafte Feuchte, der sich in Putz, Holz und Dämmung zeigt und die Bausubstanz angreift.