Erklärt
Holzschutzmittel
Chemisches oder ökologisches Mittel, das Holz vor Pilzen und Insekten schützt, aber nur bei richtiger Anwendung und Ursachenbeseitigung wirkt.
Holzschutzmittel werden auf Holz aufgetragen oder eingebracht, um es vor Pilzen und Insekten zu schützen. Es gibt wasserbasierte, lösemittelhaltige und ökologische Produkte mit unterschiedlicher Wirkung und Verträglichkeit. Viele Mittel sind nur vorbeugend geeignet und ersetzen keine Trockenlegung.
Praxisbezug: Bei historischem Fachwerk sollte vor dem Einsatz eines Mittels geklärt werden, ob es mit Lehm, Kalk und Oberflächen verträglich ist. Ein Schutzmittel kann die Diffusion behindern und so Feuchte im Holz einschließen. Die Anwendung sollte durch Fachbetriebe mit Dokumentation erfolgen. Viele Mittel sind außerdem nicht für alle Holzarten und Einsatzbereiche zugelassen, weshalb Herstellerangaben und Lage genau zu prüfen sind.
Siehe auch
- HolzwurmUmgangssprachlicher Name für Holzschädlinge wie Käferlarven, die Gänge in trockenes und feuchtes Holz fressen und es schwächen.
- HausschwammHolzzerstörender Pilz, der feuchtes Holz im Gebäude befällt, sich über das Mauerwerk ausbreitet und die Tragfähigkeit mindert.
- LeinölfarbeAnstrich auf Basis von Leinöl, der Holz offen für Feuchte hält und in historischen Fachwerkhäusern traditionell verwendet wurde.