Erklärt
Gefach
Das Feld zwischen Ständern, Riegeln und Schwellen eines Fachwerks, das früher mit Lehm, Stroh oder Ziegeln geschlossen wurde.
Gefach bezeichnet die Öffnung zwischen den Hölzern eines Fachwerkgerüsts. Ursprünglich wurde sie mit einer Ausfachung geschlossen, meist aus geflochtenen Ruten, Lehm oder gemauerten Steinen. Die Größe eines Gefachs ergibt sich aus dem Abstand der Ständer und der Lage der Riegel.
Praxisbezug: Am Gefach zeigt sich oft früh, wo Feuchte eingedrungen ist. Lehm kann sich lösen, wenn Regenwasser von außen am Holzrahmen herunterläuft. Vor dem Schließen oder Dämmen sollte man prüfen, ob das Holz am Rand des Gefachs noch tragfähig ist und ob der Putz Wasser speichert oder abgibt. Wer die Gefache genau dokumentiert, kann später besser entscheiden, welche Ausfachung original ist und welche ersetzt werden muss.
Siehe auch
- AusfachungMaterialschicht, die die Gefache eines Fachwerks füllt, etwa Lehm, Stroh, Ziegel oder Holzgeflecht.
- FachwerkBauweise, bei der ein sichtbares Holzgerüst aus Balken die tragende Konstruktion bildet und die Felder dazwischen ausgefacht werden.
- LehmputzPutz aus Lehm und Sand, der Feuchte aufnimmt und wieder abgibt und deshalb in historischen Fachwerkwänden häufig vorkommt.
- RiegelWaagerechtes Holzbauteil im Fachwerk, das Ständer miteinander verbindet und die Gefache in Felder teilt.