Direkt zum Inhalt
Fachwerkhaus-Bau
Mehr

Erklärt

Butzenscheibe

Historische runde Glasscheibe mit verdicktem Mittelpunkt, die in Bleirahmen eingefasst wurde und in alten Fenstern vorkommt.

Die Butzenscheibe ist eine historische Glasform, die durch Schleudern aus einer Glaskugel entsteht. Dabei bleibt in der Mitte eine dickere Stelle, der sogenannte Butzen, und am Rand wird das Glas dünn. Die Scheiben wurden mit Blei verbunden und in kleine Felder eingesetzt.

Praxisbezug: Original-Butzenscheiben sind heute selten und gelten als schützenswert. Sie werden bei Sanierungen möglichst erhalten oder durch nachgefertigte Scheiben ersetzt, die das Erscheinungsbild treffen. Beim Ausbau sollte man vorsichtig vorgehen, denn die Scheiben sind empfindlich und die Bleieinfassung ist oft spröde. Wer eine Scheibe nachfertigen lässt, sollte auf Glasqualität, Wölbung und die passende Bleiführung achten, damit das Gesamtbild stimmig bleibt.

Siehe auch

  • SprossenfensterFenster, dessen Glasfläche durch Holzsprossen in mehrere kleine Scheiben unterteilt ist, wie es im Fachwerkbau üblich war.
  • IsolierverglasungMehrfachverglasung mit einem Luftraum oder Gas dazwischen, die Wärmeverluste senkt, aber bei historischen Fenstern das Bild verändert.
  • KastenfensterDoppelfenster aus zwei hintereinanderliegenden Flügeln mit Luftschicht, das im Altbau Wärme und Schall besser dämmt.